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Ämne: Vi är inte längre där

  1. #1
    Medlem Diephers avatar
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    Aug 2011
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    Standard Vi är inte längre där

    ... scheinbar ist das am Großteil vorbeigegangen. Wurde sehr kurzfristig angekündigt - war aber im Prinzip zu erwarten.

    Mitternachtsstunde... die Luft ist klar... es riecht draußen nach Sommer... die Sterne funkeln. Fast zum Glockenschlag haben sie die Webseite aktualisiert.

    Auf Youtube direkt nachgezogen

    https://www.youtube.com/watch?v=lWV8gvdGLSQ

    Ich will die Lyrics und die Übersetzung... sehr elektronisch, sehr viel Syntesizer - aber irgendwie hat es etwas Besonderes. Schon beim 2. Hören... hat etwas Melancholisches. Ich brauch die Lyrics....
    Sommartid
    Jag är tystnaden och vinden
    Mitt land är ditt land, allt är fritt
    Sommartid
    Jag är lyssnaren som, som tårar
    mot din kind
    Min dröm är din…<3

  2. #2
    Medlem Diephers avatar
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    Aug 2011
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    Nach Var är vi nu nun ein weiteres Liebeslied mit dem Titel selbst als Hauptaussage, die man nun im Prinzip direkt als Fußnote unter meine Situation legen kann.

    Ist das alles Zufall? Fast wie eine Fortsetzung von vor 2 Jahren. Quasi das Schlussworr. Man ist das bitter. Mal wieder treffen KENT den Nagel auf den Kopf. Einmal mehr.

    Klar sind es generelle Gefühle, die er beschreibt. Aber die Situation trifft es einmal mehr zu 100%.

    Danke, Jocke... wenn ich dafür dankbar sein sollte.
    Sommartid
    Jag är tystnaden och vinden
    Mitt land är ditt land, allt är fritt
    Sommartid
    Jag är lyssnaren som, som tårar
    mot din kind
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  3. #3
    Medlem
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    Aug 2011
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    80

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    Puuuh.
    Wie immer muss ich mir die neuen Lieder ein paar Male anhören um Gefallen daran zu finden. Oft komme ich nicht gleich "rein", gefallen mir aber dann im Nachhinein immer besser und haben eine lang anhaltende Wirkung.
    Bei dem Titel war es zu erwarten das es ein bißchen "seichter" zugehen wird. Vom Klang her ein bißchen wie "Egoist". Ich bin noch unschlüssig wie ich es finde. Ich hoffe einfach auf mehr Dramatik, mehr Tiefe und mehr Dunkelheit.

  4. #4
    Medlem hundradelssekunds avatar
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    Dec 2005
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    Ich gebe zu, dass ich es wieder nicht geschafft habe, einen Vorsatz einzuhalten. Ich wollte mir das Lied eigentlich erst komplett mit dem Album anhören, da ich aus den Kommentaren herauslas, dass es eher poppig und seicht sei. Aber dann konnte ich es bei Spotify nicht übers Herz bringen, auf Stopp zu klicken.

    Schon nach dem ersten Durchgang hat es mich gepackt. Die melodische Entwicklung innerhalb der fünf Minuten gibt dem Ganzen den Kick. So muss das bei einem guten Kentlied sein. Natürlich ist es ziemlich sweet, aber damit kann ich leben. Es versprüht Magie wie frühere Klassiker. Wirkt auf mich wie eine Mischung aus dem Besten von Röd und Tigerdrottningen. Wenn es auf diesem Niveau weiter geht, wird das Album ein würdiger Abschluss. Über den Text muss ich wohl keine weiteren Worte verlieren. Er sagt alles. Absolut gelungen!

    Höhepunkte: 1.30-2.07 sowie 3.10-3.52.

    An welche anderen Lieder mich VÄILD erinnert, habe ich noch nicht geschnallt, aber ich werde noch draufkommen. Seid ihr da schon weiter?
    Senast redigerat av hundradelssekund den 2016-05-11 klockan 22:43.
    --
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  5. #5
    Medlem Diephers avatar
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    Aug 2011
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    Citat Ursprungligen postat av hundradelssekund Visa inlägg
    An welche anderen Lieder mich VÄILD erinnert, habe ich noch nicht geschnallt, aber ich werde noch draufkommen. Seid ihr da schon weiter?
    Rein inhaltlich würde ich es mit "Var är vi nu?" in Verbindung bringen. Zwar geht es dort um ganz offensichtlich ein Pärchen und hier jetzt in erster Linie auch um Freundschaft, aber für mich stellt VÄILD die Antwort oder irgendwie eine Entwicklung auf VÄRVN dar...

    Ich "höre" ehrlich gesagt - auch wenn ich die Übersetzung nun wirklich im Detail kenne - dennoch das Thema Liebe & Verbundenheit heraus. Für mich gehören beide Lieder daher in einen Kontext. Gerade deshalb berührt mich das. Extremst. Mal wieder total passend auf meine derzeitige Situation.
    Sommartid
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  6. #6
    Medlem hundradelssekunds avatar
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    Dec 2005
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    Kent.nu ist noch länger da, als ich erwartet hatte. Ich möchte keinen Bericht zum allerletzten Konzert schreiben, aber was mir besonders auffiel, waren die verzweifelten Klatscher nach dem Abspann von Den sista sangen. Es gab noch einige Zuschauer, die zehn Minuten applaudierten, obwohl das Licht schon längst an war und sich das Innenfeld leerte. Haben sie - wie ich - auf VÄILD gewartet? Schade, dass der Song gar nicht vorkam. Entschädigt wurde ich mit "December". Das Lied wurde quasi in einen neuen Zusammenhang gesetzt.

    Zu Kent und Spotify gibt es bereits einen schwedischen Thread. Ist Euch auch aufgefallen, dass Spotify die Band noch in anderer Weise würdigt? Sie schreiben sie seit einigen Wochen klein. Wie es sich eben gebührt!
    --
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  7. #7
    Medlem Diephers avatar
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    Aug 2011
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    Seit dem Konzert ist schon wieder soviel Zeit vergangen. Bald ist es ein Monat her. Die Band selbst gibt es nun fast eine Woche nicht mehr. Ich habe lange geschwiegen. In Aarhus fand ich Zeit, aber nicht die Worte. Mittlerweile kommen die Worte, aber es fehlt momentan die Zeit.

    Zwischen Überstunden, Fitness-Studio und einem Wirrwarr aus Erinnerungen, offenen Fragen und Selbstzweifeln, habe ich die letzten Wochen immer wieder versucht, die richtigen Worte zu finden. Mein Gefühl sagt mir, dass ich es heute Abend auch nicht schaffen werde. Micha's Beitrag hat mich aber inspiriert und dabei geholfen, mich wieder anzustrengen.

    Vi är inte längre där... verzweifelt würde ich mich nicht beschreiben, aber ich hänge den Erinnerungen nach. Nun sind es nur noch die Erinnerungen, denn die Momente sind vorüber, sie sind vorbeigezogen und haben die Erinnerung zurückgelassen. Insbesondere Überraschungen sind es, die immer noch lange nachwirken, wie das Gefühl, welches ich hatte, als ich erkennen musste, dass große Lieder mich weniger berührt hatten, als andere.

    Ein Var är vi nu, welches mehr Emotion, mehr Verzweiflung und mehr Gänsehaut hervorgerufen hat, als ein 747... Und natürlich lief mir ein Schauer über den Rücken, als Joakim die Gitarre zu Mannen i den vita hatten ansetzte. Wie oft habe ich davon geträumt, wie oft habe ich mir diesen Moment vorgestellt. Insgeheim immer noch mit "ihr" an meiner Seite. Wie sie neben mir gestanden hätte, in einer lauwarmen Midsommar-Nacht bei einem Open-Air-Konzert in Schweden. Wie sehr ich es mir gewünscht hätte, sie Anteil haben zu lassen. Wie oft liefen mir die Tränen bei der Vorstellung die Wangen hinunter.

    Doch die erhofften Tränen kamen bei dem Lied nicht. Zu stark aufgeladen waren die Erwartungen an diesen Moment. Zu hoch die emotionale Kurve, die ich allein und für mich erreichen konnte - keine Live-Performance inmitten schreiender Fans hätte das wohl toppen können. Auch wenn ich mitgesungen habe, auch wenn ich selbst geschrien habe, dass ich Angst zu leben und zu sterben habe...

    "Äntligen..." Ich habe es bei der Strophe herausgeschrien. Doch es wurde trotz des 50 Kronen-Biers, welches ich sprichwörtlich kurz davor noch inhaliert hatte, nicht wirklich besser. Es erreichte nicht diese Vorstellung. Ich war verzweifelt, ich war heiser, ich schrie, ich war mittendrin... aber dennoch....Dennoch war die Gänsehaut stärker bei der Frage, wo wir nun stehen, wo wir nun stehen und ob es jemanden gibt, der einen Weg zurück weiss... oder ob sie nun glücklich ist. Auch wenn es da keine Zeit mehr hätte geben können, denn es war ja schon vorbei. Tja, was hier klingt wie ein sich selbst bemitleidender Typ, der einer ehemaligen Liebe hinterhertrauert, ist im Prinzip jemand, der mit einer gewissen Ernüchterung und Klarheit kämpft, mit der er so nicht gerechnet hat.
    Utan dina andetag hat mir Tränen entlockt... auch auf den Moment hatte ich gewartet. Ich hatte so darauf gewartet, dieses Lied live zu hören. Was die Jungs abgeliefert hatten, war erstklassig. Mitt hjärta i din hand... Trotz kleiner Ernüchterungen - sofern man sie denn so nennen darf - hat dieser Moment, dieser 25. November 2016, an meiner Seele gekratzt und mehr bewegt, als die letzten Monate zuvor.

    Die Erwartungen waren hoch, aber die erfüllen sie mitunter auch erst durch das Nachwirken. KENT wirkte schon immer nach. Es braucht noch Zeit. Die ganzen Wochen, die die Distanz zum Ende der Band bildeten, waren irgendwie komisch. Seitdem es am Samstag Abend geendet ist, macht es einen noch kühleren Eindruck auf mich. So war das mit tollen Momenten aber schon immer.

    Es war schade, dass der Abend dann doch so schnell vorbeiging. Oder besser gesagt die Nacht. Hätte die Tankstelle noch aufgehabt, wären wir sicher noch länger beisammen gesessen. Auch der Abend wirkt nach. Marko's Aussage, dass Kent eine Band für`s Alleinsein wären, hat meinen Blickwinkel sehr verändert. Du hast es so nebenbei gesagt... und ganz nebenbei gesagt waren viele Dinge an dem Abend. Aber für mich waren es Seltenheiten, weil ich außer einer Person niemanden kenne, der diese Sichtweise teilt, diese Emotionen versteht, diese Musik liebt und auf diese Weise gepolt ist.

    Jungs, es war sehr schön, euch persönlich kennengelernt zu haben. Wie lange schreiben wir hier schon und vor allem auf welchem Niveau, mit wieviel (emotionalem) Tiefgang. Daher war das schon etwas Besonderes, euch dann in dem Rahmen zu treffen. Coole Typen seid ihr! :-) Und auch wenn das jetzt wie ein Abschiedsbeitrag klingt, so soll er es eigentlich nicht sein. Eigentlich wollte ich mich nur kurz zu Wort melden. Ich habe dieses ganze Jahr noch nicht im Ansatz in Worte gefasst, aber wenn ich erstmal wieder drin bin, so kommt dann doch einiges zustande.

    Es war ein schöner Abend, ein besonderes Konzert und ich werde noch ein paar Tage brauchen, um die richtigen Worte zu finden, die einem abschließenden Beitrag ebenbürtig wären. Wir haben vor dem Konzert darüber gesprochen... ob das Forum geschlossen wird. Micha hat angedeutet, dass Kent.nu geschlossen wird.

    Noch ist davon nichts geschehen. Aber falls, dann fehlt ein Schluss-Satz. Ein abschließendes Statement. Wie ein letztes Lied.

    En sista sangen...

    Ich hoffe, es ist noch Zeit. Ich wünsche euch zunächst schöne Festtage. Erholt euch.
    Sommartid
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    Sommartid
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    mot din kind
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  8. #8
    Medlem
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    Aug 2011
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    So, nun will ich auch mal...

    Am 11. November war ich in Malmö und hatte leider echt bescheidene Sitzplätze, so dass ich von der Bühnenshow so gut wie nichts gesehen habe. Dennoch war das Konzert wirklich gut und meine Trauer hielt
    sich in Grenzen da ich ja noch ein weiteres Konzert in Stockholm besuchen durfte.
    Am 16.12. war es dann soweit. Mein letztes Konzert von kent. Nach insgesamt 6 Konzerten kam dann leider das Ende. Aber ich wurde mit einem großartigen Event belohnt. Auch das neue Album wirkt live richtig, richtig gut. Es war
    eines der besten Konzerte von kent die ich besucht habe. Die Bühnenshow und die gesamte Athmosphäre waren fantastisch. Am Ende kullerte dann doch die ein oder andere Träne.
    Am 17.12. ging es dann abends noch zum efterfest ins debaser. Das war nochmal ein tolles Erlebnis.
    Jetzt mit ein paar Tagen Abstand habe ich die leise Hoffnung das es irgendwann durchaus ein Revival geben könnte. Ich kann es nicht
    wirklich begründen, es ist nur so ein Gefühl. Ich hoffe und halte stark an dem Gedanken fest. Ein Leben ohne kent kann ich mir nur schwerlich bis
    gar nicht vorstellen. Ich höre kent nun seit 18 Jahren und das fast täglich. Im Auto höre ich grundsätzlich nur kent. Manchmal glaube ich selbst
    das ich nicht ganz frisch bin und denke das ich anderen damit auf den Keks gehe, aber es gehört nun einmal zu meinem Leben dazu.
    Tack för allt! Vi ses!
    Marco

    P.S.: Ich gehe stark davon aus, dass das Forum und auch die homepage weiterhin aktiv bleiben. Man wird der community nicht einfach das Forum wegnehmen.

  9. #9
    Medlem
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    yalla brudis, das ende naht

    es ist vorbei, und irgndwie nicht
    habe kent seit dem konzert nicht mehr gehört, außer >ingen kunde röra oss.

    wir sind nur noch zu viert, das format forum ist veraltet. der stecker wird gezogen, konsequenterweise hätte das schon passieren müssen. ich hoffe auf neujahr, dann muss ich hier nicht mehr schreiben. der höhepunkt des Aarhus konzerts war ganz klar die runde danach. etwas das sich nicht wiederholen lässt, all die jahre ins forum schreiben haben sich nochmal gelohnt. Ich habe mit Diepher ganz anders vorgestellt. und es gibt jemanden der hier nur mitliest, obwohl im echten leben sehr redsam. der abend fühlte sich wie ein klassentreffen an. wir haben kent lieder seziert, kleinste details hervorgehoben. einmal mehr kam heraus dass es viele gründe gibt kent zu hören, jeder hat seine eigene goldene kent- ära. ich konnte noch nie so intensiv über kent reden, bis auf einen freund der mir zu liebe 400slag auf dem bass gelernt hat teilt niemand aus meinem umfeld die kent vernarrheit.
    das konzert an sich fand ich halb-gut. das lag nicht nur an der songauswahl, 4/4 takt mitklatschen macht mich wahnsinnig. ich bin es nicht gewohnt kent mit anderen zu teilen, 14 jahre lang höre ich die band alleine mit ohrhörern, die fanmassen waren kein zugewinn für mich. was geholfen hat waren die imposanten visuals. die köpfe bei musik non stop, krass. >musik non stop, großartig gespielt.

    >lila ego
    ich weis nicht wie man auf die idee kommt ein solches lied zu technoisieren. zusammen mit cowboys&quiet heart war das mein lied von HH, es in dieser form hören zu dürfen tat schon weh. zum glück ging es nicht die vollen 6 minuten. aber so würde es klingen wäre es auf einem der letzten alben drauf. das ist echt erschreckend, eigentlich respektlos gegenüber der komposition. aber es ist deren eigene, also kann es das nicht sein.

    das selbe gilt auch für >Innan allting tar slut
    bis auf den gesang fehlt hier tatsächlich alles was diesen song für mich ausmacht. es klingt nur noch wie eine laptop-produktion. dieser effekt wenn man auf der gitarre umgreift kommt nur einmal vor in der live version.
    und bei >747 wird der beste teil nicht mal gespielt, das lied stoppt bevor es richtig beginnt...rock-block

    über songs die ich grundsätzlich nicht mag lohnt es sich nicht zu beschweren, da muss man halt durch.

    HöhepunktE:
    >Romeo återvänder ensam
    Jag vill ha dig, du är min du är bara min
    Jag vill ha dig, jag är din jag är bara din
    fand ich gut, dass die mädels diese zeilen singen, wenn sie nur noch so verzerrt wären wie das orginal. die D&JDö-Geister sind heraufbeschwört.


    >VinterNoll2
    das lied haben sie echt gut drauf, überhaupt ist kent eine tighte band wenn sie es sein wollen. hier konnte ich das erste mal loslassen von meinem rostigen bewegungsapparat.


    >006 var är vi nu
    die suche nach zeitzeugen von etwas schönem, unwiderruflich vergangenem. in diesem lied kann man baden, es fällt schwer sich nicht wiederzufinden. ich hatte das gefühl das lied bedeutet Jocke viel. er ist viel zu gerade geschrieben um eine unwahre begenbenheit zu sein.

    Jag såg dig dansa på verandan,
    vid din bästa väns föräldrars sommarhus

    deines besten freundes elterlichen sommerhaus. beste line, eigentlich unsingbar. Geniestreich.


    >Hjärta
    Hier fehlen ein paar klangliche elmente, aber der song bleibt zumindest in seinem tempo und genre.
    Jag skrev mitt namn i vattnet - nach max500 eine weitere John Keats verneigung
    "Allhier lieget einer, dessen Name ward geschrieben ins Wasser"
    Jocke klaut echt gut.

    >Andromeda
    es war einmal das leben, ohne kent. die früheren außenseiter versuchen die seiten zu einigen. naiv, versöhnlich. gut gemacht.

    >den vänstra stranden
    kent choral
    das beste lied vom letzten album, perfekt gespielt. sami sieht echt nicht gesund aus aber das solo sitzt.

    >kärleken väntar>dom andra>sverige
    nicht immer, aber doch manchmal, sind singles auch die besten songs von einem album. sundance kid wär auch gut, dennoch die V&A Auswahl ist top.

    >Mannen i den vita hatten (16 år senare)
    Äntligen! Ge mig nåt som känns!
    für ein paar minuten wurde ich zu dem mitte zwanzig jährgen in der hermetisch abgeriegelten kent blaße. der ewige spatziergänger der die einsamkeit zur kunst erhebt. was für ein trottel, dieser typ. damals, wie heute auf eine andere weise, und wahrscheinlich für immer.
    noch während die extra strophe spielt singe ich Järnspöken. die umziehpause nutzte ich für....

    Och du minns den du var med förakt, lite hat
    Och man blir lik sin mor eller far
    Du har förändrat ditt sätt, suddat ut varje spår
    Men i själen din ja långt, långt in ekar tonåringens vrål

    Och så blinkar det till....


    >das letzte lied, ein gutes
    band in weiß, die infraröd kidsen sind unheimlich. wie oft kann man seinen eigenen abgang durschspielen bevor es sich abnutzt? irgendwann verkommt das ende zur letzten wiederholung. warum lösen sie sich auf? warum nicht einfach eine pause einlegen? bis heute haben es nur wenige geschafft nicht zurückzukommen. sollten sie es tatsächlich vollbringen wäre das ihr größter streich, mit den giganten abtreten. das wort halten. die döden class 2016>gruppenphoto. der tod der anderen verpflichtet. sollten sie je zurückkommen war das letzte jahr schlicht betrug, ein schrei nach aufmerksamkeit.
    von einer band die ihren namen in druck -und dichteschwankungen schrieb.
    Senast redigerat av Ma2ko den 2016-12-29 klockan 11:49.

  10. #10
    Medlem hundradelssekunds avatar
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    Och du får bli mitt spöke om du vill
    (Und Du darfst mein Geist sein, wenn Du willst)
    snälla, vänd inte ryggen till igen
    (Bitte, dreh mir nicht wieder den Rücken zu)
    snälla, möt min blick en allra sista gång
    (Bitte, sieh mich ein letztes Mal an)
    innan du lämnar min kropp
    (Bevor Du meinen Körper verlässt)
    där du varit fångad
    (Wo Du gefangen warst)
    ja, jag har hållit dig fångat
    (Ja, ich habe Dich gefangen gehalten)
    alldeles för länge
    (Viel zu lange)

    "December" mit Extrazeilen. So wie es am 17.12. gesungen wurde. Für mich eine klare Botschaft: Kent als geistiges Kind, das jetzt seinen eigenen Weg gehen soll. Eine Idee, ein Spiel, das nun ernst wird. Das nicht mehr zu bändigen gewesen war. Dass sich über die Jahre verselbstständigt hat. Dass zu groß wurde, um beherrscht und kontrolliert zu werden. Dessen Väter nun die Rolle wechseln, weil sie Großväter geworden sind.

    Ich denke, so bestätigt das ingesamt auch der erste Teil der Doku. Und man kann auch das letzte Album so lesen. In der Doku gibt es eine Stelle, bei der auf das Weiße Konzert zurückgeblickt wird, und alle aus der Band praktisch unisono sagen, dass sie damals auf den Höhepunkt angelangt waren und erschraken, welche Außenwirkung sie erreicht hatten. Ein Moment des Kontrollverlusts, wenn man so will. Damals wurde das "Produkt" Kent größer als gedacht. Größer als seine Erschaffer. Und das ist der Punkt, an dem aus dem Produkt ein Kunstwerk wurde. Die Liebe der 30.000, die damals in Stockholm dabei waren, galt ja nicht den Menschen Jocke, Sami, Martin, Markus, Harri, sondern vielmehr dem, was sie gemeinsam auf die Beine gestellt hatten. Das Produkt "Kent" bekam ein Eigenleben. Das heißt heute: Die Band sterben zu lassen, bedeutet nicht, dass "Kent" stirbt. Das veranschaulicht auch die Doku mit verschiedenen Facetten.

    Soweit für heute.

    Edit: Ich habe gerade mit Rührung Teil 2 gesehen, in dem gezeigt wird, wie "December" vor dem letzten Konzert eingeübt wurde. Cool, dachte ich, da kann ich ja gleich die Extrazeilen korrigieren. Ich hatte sie zuerst aus dem Gedächtnis aufgeschrieben, aber irgendwas hatte nicht an ihnen gestimmt. An der drittletzten Zeile.
    Senast redigerat av hundradelssekund den 2016-12-30 klockan 23:46.
    --
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  11. #11
    Medlem Diephers avatar
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    Aug 2011
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    Post En sista inlägg....

    Im Dezember grüßt die Sonne immer kurz vor 10 Uhr. Auch heute scheint sie. Am letzten Tag dieses Jahres scheint sie noch einmal alle Kraft entfalten zu wollen, ehe sie am frühen Nachmittag zum Finale untergeht, die Ruhe vor dem Sturm einläutet, bevor all die Banausen da draußen wieder ihre Böller zünden.

    Ist der Himmel wolkenlos, so grüßt sie mich. So wie heute. An Tagen wo ich die Zeit finde, mich hier an meinen Schreibtisch zu setzen, scheint sie mir dann mitten ins Gesicht. Und während ich dann so ein paar Zeilen verfasse, einen frisch gebrühten Kaffee trinke und Michas Interpretation zu den Extra-Zeilen lese, fällt mir einmal mehr auf, was für ein Poet er doch ist. Vielleicht sind wir das alle irgendwo, die wir dieser Musik verfallen sind und uns über soviele Jahre auf das Niveau eingestellt haben.

    Dennoch muss man deinen Beiträgen immer besonders viel Tiefgang zuschreiben und nicht selten haben gerade diese mich inspiriert - so auch heute Morgen wieder. Danke dafür.

    Den perfekten Moment für einen letzten Beitrag zu finden, also nach Zeit zu schreiben, auf ein Datum hin zu arbeiten - das ist nicht immer leicht. Vielleicht ist das der Grund, wieso ich nie Journalist geworden bin, obgleich sich meine Arbeit auch heute auf Deadlines konzentriert. Inspiration kann man nicht planen. So auch gestern Nacht, als ich hier saß und leider auch ein gutes Bockbier nichts dazu beitragen konnte.

    Heute Morgen hatte ich dann das Gefühl, mit dem Beitrag zuletzt vor einigen Tagen schon alles gesagt zu haben. Vielleicht ist manchmal die Spontanität der beste Lieferant für klare Worte. Dennoch habe ich immer noch das Gefühl, etwas noch sagen zu wollen...mich noch einmal umzudrehen, noch einmal etwas zum Besten geben zu wollen:

    Michael beschreibt, dass Kent ihr Kind nun ziehen lassen. Es hat sich weiterentwickelt, sich verselbstständigt und benötigt niemanden mehr, der auf es aufpasst, es leitet, es antreibt. Was das für ein Gefühl sein muss, frage ich mich. Musik für Hunderttausende geschaffen zu haben. Musik geschaffen zu haben, die in all diesen Köpfen, Seelen und Herzen weiterlebt, ein regelrechtes Eigenleben führt und eine gewichtige Rolle in deren Leben eingenommen hat.

    Der Dezember ist schon sehr alt. Die Sonne wandert. Sie wandert am Fenster vorbei und hinterlässt in diesem Augenblick Platz für den Schatten. Vielleicht ist es das, was diese Musik für mich persönlich beschreiben soll, was dieses ganze Jahr irgendwo beschreiben sollte. Die Dinge nehmen ihren Lauf. Und gewisse Dinge muss man loslassen, man muss sie ziehen lassen, um Raum für Neues schaffen zu können. So sehr es auch schmerzen mag. Man muss sich lossagen vom ewigen Festhalten an der Vergangenheit, vom Festhalten an Dingen, die man nicht auf ewig kontrollieren kann. Tut man das, wo fühlt es sich leichter an und behält man es für die Zukunft bei, so ist der Weg ab dem Moment auch nicht mehr so beschwerlich, nicht mehr so erfüllt von Kampf und dem ewigen Anrennen gegen Umstände, die man nicht beeinflussen kann. So auch verhält es sich mit Erwartungen. Man sollte vielleicht einen gewissen Kompromiss finden zwischen den Erwartungen und Hoffnungen, die man in Situationen legt, die man nicht kontrollieren kann. Je größer die Bedeutung, die man etwas beimisst, desto größer kann die Enttäuschung ausfallen. Mit mehr Leichtigkeit und etwas mehr Vertrauen in die gute Sache, lassen sich die Lebenslagen vielleicht besser meistern.

    Mein Leben ist geprägt von Symbolik. Geprägt von Tiefgang und Nachhaltigkeit. Das alles hat mich in der Vergangenheit immer sehr viel Kraft gekostet, denn meine Lebensphylosophie war oft der Grund dafür, wieso ich an den Dingen festgehalten, ihnen besonders große Bedeutung zugeschrieben habe und auch nach dem Fortgang in Gedanken noch so intensiv mit ihnen verweilte, mich verbunden fühlte und bereits lang Verblassenem nachhing. Bis heute.

    So tief-schwarz auch der Himmel war unter dem ich wanderte, so klirrend-kalt die Nacht war, die mich umgab, so wunderschön-golden der Sonnenuntergang, dem ich entgegensah, so schwer der Sturm & Regen der mir ins Gesicht peitschte. Diese Musik war immer dabei. Und mit der Zeit habe ich eine gewisse Weisheit erlangt, die mich stärker gemacht hat, die mich hat reifen lassen und mich gewappnet hat, für alles was da noch kommen mag.

    Joakim, Sami, (Harri), Markus, Martin ... ihr habt mich jahrelang begleitet. Freude, Tränen, Wut, Liebe, Hass, Hoffnung, Angst... eure Musik hat all diese Emotionen getragen und greifbar gemacht. Ihr wart immer dabei. Ihr habt alles gesehen. Nun wollt ihr gehen? Nun seid ihr gegangen.

    Ich möchte euch danken. Nicht für die gemeinsame Zeit. Denn diese wird nie enden. Sie wird immer weitergehen. Eure Musik lebt in mir, wie in unser aller Herzen weiter, entwickelt sich weiter und bedeutet vielleicht in einem Jahr noch etwas anderes, als heute. Nein, ich danke euch dafür, dass ihr mich inspiriert und mir immer wieder im richtigen Moment den Weg aufgezeigt habt. Eure Lieder sind der Filter für meine Gefühle. Das Floß für meine Reise. Antrieb und Kraftstoff in einem - Grundlage für meine Geschichte. Ich werde sie weiterschreiben. Natürlich werde ich das.

    Viel gelernt habe ich dank euch. Viel gelehrt hat mich die bisherige Zeit. Viel gelehrt hat mich dieses Jahr. Auch dieser Morgen. Ich danke euch. Und ich wünsche euch für die Zukunft nur das Beste. Ich lasse euch ziehen, wenngleich eure Musik bleiben wird. Sie wird mich immer weiter begleiten. Es wird nie enden.

    Es wird so immer weitergehen. Auch morgen. Auch im nächsten Jahr. Mit euch in den Ohren.

    So wird es immer sein.

    Da som nu för alltid.

    Das klingt stimmig.

    Tack för allt...
    Sommartid
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  12. #12
    Medlem
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    schwedisch müsste man können...danke für die letzten paar kent ziegel die du uns erklärst.

    december stach nie so richtig raus für mich, einer dieser balladen die kent immer leicht fielen.
    wurde >December nur aus "Dezember" gründen genommen?
    Lieder vom ende und herauswachsen haben kent genug.

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